München, 22.07.2016

03:25 Max Mixmax 0 Comments


Ich melde mich mit einem traurigen Thema zurück. Seit zu vielen Monaten werden gefühlt jede Woche unschuldige Menschen ermordet. Die Schiesserei am OEZ in München. Ich hatte schon nach den Ereignissen in Orlando im Juni angefangen mit folgenden Gedanken einen Blogpost zu verfassen:

"Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals über ein Thema bloggen würde, über das auch die Nachrichten berichten. Aber meine Gefühle zu den aktuellen Ereignissen in Orlando lassen sich nicht mehr nur in Tweets fassen.

Vorgestern wurde die YouTuberin und Musikerin Christina Grimmie nach einem Konzert bei ihrer eigenen Autogrammstunde erschossen. Eine talentierte, positive junge Frau, die noch so viel in ihrem Leben vor sich hatte ist wegen eines 27-jährigen Mannes nicht mehr unter uns. Ich kann meinen Hass gegenüber Personen, die sich anmaßen anderen unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen nicht in Worte fassen. Ich bin geschockt, fassungslos und fühle mich machtlos. 

Heute wurden ebenfalls in Orlando in einem Club für Homosexuelle mehr als 50 Menschen ermordet.  Allein nur diese Sätze zu schreiben verursachen mir Schmerzen. Ich fühle, wie auch bei Christina mit den Angehörigen, Freunden und Familien. Die Frage, wie ein Mensch anderen Menschen so etwas antuen  kann, kann und will ich nicht verstehen. Auch wenn ich eigentlich im allgemein ein positiver Mensch bin verspüre gegenüber den Verantwortlichen nur noch reines Grauen. 

Auch in Los Angeles wurde in der selben Nacht ein Mann mit Sprengstoff und Waffen festgenommen. Er war auf dem Weg zum L. A. Pride Festival. Dabei sollten auch die Anschläge in Frankreich, Belgien, der Türkei und auch dort, wo man es gar nicht mitbekommt in den vergangenen Monaten nicht vergessen werden. Es ist einfach nur noch grauenhaft, was auf der Welt passiert."
Viel zu oft lesen wir einen neuen #Prayfor_____ Hashtag im Netz. Gestern, am 22.07.2016 gab es auch eine Schießerei in München. Nach Angaben der Münchner Polizei 10 Tote und mehrere Verletzte. Als ich die Bilder und Videos, die ich lieber nicht gesehen hätte, in meinem Twitterfeed aufgetaucht sind fing mein Herz an zu rasen. Das selbe Gefühl, das ich gespürt habe, als ich die letzten Nachrichten eines der Opfer in Orlando an seine Mutter gelesen habe. Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was die Opfer in ihrer Situation gespürt haben müssen. Grauenhaft.

Ich fühle mich schon schon seit längerer Zeit nicht mehr sicher. Auch die Frage auf den Christopher Street Day in München zu gehen, habe ich mir  sehr lange gestellt. Es ist dieser schmale Grad zwischen "Den Terroristen nicht die Macht über unser Leben zu geben, die sie wollen, sich von ihnen nicht einschränken zu lassen. Den Terror nicht gewinnen zu lassen." und lebensmüde zu sein. 

Ich als Bürger fühle mich machtlos und hilflos. Wie sollen wir reagieren? Weg schauen ist auf keinen Fall eine Option. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht in Panik ausbrechen und müssen nach wie vor neben unserer Anteilnahme den Alltag wieder aufnehmen. Bis zum nächsten Attentat. Ich frage mich, wie viele unschuldige Menschen noch sterben müssen, dass endlich etwas passiert? Wie lange soll das noch so weiter gehen? Was kann ich als einzelne Person ausrichten um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen? 

Fragen die ich nicht beantworten kann. Ich gebe euch mit Post lediglich mit auf dem Weg, euer Leben jeden Tag zu genießen. Verspürt in diesen Zeiten positive Energie und zeigt den Menschen die ihr liebt, wie viel sie euch bedeuten. Bleibt wachsam und passt auf euch auf und bitte, bitte gebt in einer solchen Lage keine Falschinformationen ins Netz.

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